Glücklich allein und trotzdem fehlt ein Partner? Partnersuche ab 50
Ich habe doch ein gutes Leben – warum fehlt mir trotzdem ein Partner?
Warum der Wunsch nach einer Partnerschaft auch dann vollkommen verständlich ist, wenn wir alleine gut zurechtkommen
„Eigentlich geht es mir doch gut.“
Diesen Satz höre ich in meiner täglichen Arbeit als Partnervermittlerin erstaunlich häufig.
Ich habe Freunde. Ich habe meine Familie. Ich reise. Ich gehe essen. Ich habe einen Beruf, der mir Freude macht. Ich kann alleine ins Theater gehen. Ich kann meine Entscheidungen selbst treffen. Ich habe mein Zuhause so eingerichtet, wie es mir gefällt. Ich bin unabhängig.
Eigentlich fehlt mir nichts.
Und dann kommt häufig ein kleiner Nachsatz:
„Aber manchmal wäre es eben doch schön, jemanden an meiner Seite zu haben.“
Genau über diesen Satz sollten wir sprechen.
Denn ich habe den Eindruck, dass wir in den vergangenen Jahren ein merkwürdiges Bild davon entwickelt haben, was es bedeutet, alleine glücklich zu sein.
Als müsste ein Mensch, der mit seinem Leben zufrieden ist, irgendwann an den Punkt kommen, an dem er überhaupt keine Partnerschaft mehr braucht.
Als wäre der Wunsch nach einem Partner ein Zeichen dafür, dass man mit sich selbst nicht klarkommt.
Das sehe ich völlig anders.
Man kann ein wunderbares Leben haben und trotzdem einen Partner vermissen.
Beides kann gleichzeitig wahr sein.
„Du musst erst einmal alleine glücklich sein“
Kaum ein Satz wird Singles häufiger gesagt als:
„Du musst erst einmal lernen, alleine glücklich zu sein.“
Natürlich steckt darin etwas Richtiges.
Kein Partner sollte dafür verantwortlich sein, unser gesamtes Leben mit Sinn zu füllen. Kein anderer Mensch kann dauerhaft unsere Probleme lösen, unser Selbstwertgefühl herstellen oder dafür sorgen, dass wir jeden Morgen glücklich aufwachen.
Aber irgendwann wurde aus diesem vernünftigen Gedanken beinahe eine Forderung.
Sei glücklich alleine.
Sei unabhängig.
Brauche niemanden.
Genieße deine Freiheit.
Und wenn du das alles geschafft hast, warum solltest du dann überhaupt noch einen Partner wollen?
Weil Partnerschaft etwas anderes ist.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen:
Ich kann alleine leben.
und
Ich möchte für immer alleine leben.
Das eine hat mit Selbstständigkeit zu tun.
Das andere mit einem menschlichen Wunsch nach Nähe, Verbundenheit und gemeinsamer Lebensgestaltung.
Gerade ab 50 haben viele Singles ein gutes Leben
Wenn Menschen mit 50, 60 oder 70 zu mir kommen, treffe ich selten auf jemanden, der kein eigenes Leben hat.
Ganz im Gegenteil.
Viele haben jahrzehntelang gearbeitet. Sie haben Kinder großgezogen, Beziehungen geführt, Häuser gebaut, Unternehmen gegründet, Angehörige begleitet, Trennungen überstanden oder einen Partner verloren.
Sie haben Freunde.
Sie haben Interessen.
Sie reisen.
Sie treiben Sport.
Sie engagieren sich.
Sie haben gelernt, Entscheidungen alleine zu treffen.
Gerade Frauen meiner Generation haben häufig eine enorme Selbstständigkeit entwickelt.
Und trotzdem sitzen sie irgendwann bei mir und sagen:
„Ich hätte einfach gerne wieder jemanden.“
Nicht irgendjemanden.
Einen Menschen.
Einen Partner.
Jemanden, mit dem man das eigene Leben teilen kann.
Und dann frage ich mich immer: Warum sollte man sich für diesen Wunsch eigentlich rechtfertigen müssen?
Ein Partner soll keine Lücke stopfen
Natürlich höre auch ich manchmal den Satz:
„Du solltest keinen Partner suchen, um eine Lücke zu füllen.“
Auch daran ist etwas richtig.
Wer von einem neuen Partner erwartet, sämtliche Probleme zu lösen und aus einem unglücklichen Leben plötzlich ein glückliches zu machen, lädt diesem Menschen eine gewaltige Verantwortung auf.
Aber nicht jede Sehnsucht ist eine Lücke, die „repariert“ werden muss.
Vielleicht fehlt Ihnen kein Hobby.
Vielleicht brauchen Sie nicht noch eine Freundin.
Vielleicht müssen Sie auch nicht lernen, besser alleine zu sein.
Vielleicht fehlt Ihnen schlicht ein Partner.
Das darf man aussprechen.
Freundschaften sind wichtig – aber sie sind keine Partnerschaft
Gute Freundschaften gehören für mich zu den wertvollsten Beziehungen überhaupt.
Aber eine Freundin ist keine Lebenspartnerin.
Ein Freund ist kein Lebenspartner.
Die eigenen Kinder sind keine Partner.
Auch erwachsene Kinder nicht.
Natürlich kann man mit Freunden verreisen, essen gehen, lachen, weinen und über sehr persönliche Dinge sprechen.
Aber eine Partnerschaft hat für viele Menschen eine andere Qualität.
Da ist diese besondere Vertrautheit.
Das Gefühl, zu jemandem zu gehören.
Körperliche Nähe.
Zärtlichkeit.
Sexualität.
Gemeinsame Rituale.
Die kurze Nachricht zwischendurch.
Das Gespräch am Abend.
Der Blick, bei dem man manchmal gar nichts sagen muss.
Und vielleicht auch dieser ganz unspektakuläre Satz:
„Soll ich dir etwas vom Supermarkt mitbringen?“
Liebe besteht eben nicht nur aus romantischen Wochenenden und großen Gefühlen.
Sie besteht zu einem erheblichen Teil aus Alltag.
Und genau dieser gemeinsame Alltag kann fehlen, obwohl der eigene Alltag wunderbar funktioniert.
Man kann alleine glücklich und trotzdem manchmal einsam sein
Auch das ist kein Widerspruch.
Einsamkeit bedeutet nicht zwangsläufig, dass jemand keine sozialen Kontakte hat.
Man kann einen großen Freundeskreis haben und sich an einem Sonntagabend trotzdem wünschen, dass jemand auf dem Sofa neben einem sitzt.
Man kann eine wunderbare Reise machen und beim Sonnenuntergang denken:
Das würde ich jetzt gerne mit jemandem teilen.
Man kann Weihnachten mit Kindern und Enkeln verbringen und sich später zu Hause trotzdem wünschen, nicht alleine ins Bett zu gehen.
Man kann beruflich erfolgreich sein, ständig Menschen treffen und am Abend merken:
Da ist niemand, dem ich wirklich erzählen möchte, wie mein Tag war.
Das ist keine Undankbarkeit gegenüber dem eigenen Leben.
Es bedeutet auch nicht, dass man nicht gelernt hat, alleine zu sein.
Es bedeutet einfach, dass unterschiedliche Beziehungen unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen.
„Aber ich bin doch so unabhängig geworden“
Diesen Satz höre ich besonders häufig von Frauen.
Und meistens folgt direkt die nächste Sorge:
„Kann ich überhaupt noch einmal mit jemandem zusammen sein?“
Das ist eine berechtigte Frage.
Wer lange alleine lebt, entwickelt eigene Abläufe.
Man entscheidet selbst, wann man aufsteht.
Was man am Wochenende macht.
Wohin man reist.
Was man isst.
Wie warm das Schlafzimmer ist.
Ob am Sonntagmorgen Musik läuft oder absolute Ruhe herrscht.
Niemand kommentiert den Einkauf.
Niemand möchte plötzlich etwas anderes unternehmen.
Niemand liegt nachts auf der eigenen Bettdecke.
Das hat durchaus Vorteile.
Und irgendwann kann sich ein anderer Mensch zunächst fast wie eine Störung dieses perfekt organisierten Lebens anfühlen.
Deshalb bedeutet eine neue Partnerschaft ab 50 oder 60 auch nicht, dass man sein bisheriges Leben aufgeben muss.
Vielleicht ist genau das einer der großen Unterschiede zur Liebe mit 25.
Eine neue Partnerschaft muss heute nicht mehr nach alten Regeln funktionieren
Mit 25 oder 30 war das Modell häufig ziemlich klar.
Man verliebt sich.
Man zieht zusammen.
Vielleicht heiratet man.
Man bekommt Kinder.
Man baut sich gemeinsam etwas auf.
Mit 50, 60 oder 70 muss eine Beziehung nicht mehr diesem Drehbuch folgen.
Vielleicht möchte man zusammenleben.
Vielleicht auch nicht.
Vielleicht möchte man zwei Wohnungen behalten.
Vielleicht verbringt man vier Tage miteinander und drei Tage alleine.
Vielleicht möchte einer sein Haus behalten und der andere seine Wohnung.
Vielleicht reist man gemeinsam und freut sich danach trotzdem auf einen Abend für sich.
Eine Partnerschaft muss nicht bedeuten, die gerade gewonnene Freiheit wieder abzugeben.
Die viel spannendere Frage lautet:
Wie kann eine Partnerschaft aussehen, die zu meinem heutigen Leben passt?
Nicht zu dem Leben, das ich mit 30 geführt habe.
Nicht zu gesellschaftlichen Vorstellungen.
Sondern zu mir.
„Ich brauche keinen Mann“ – vielleicht geht es gar nicht ums Brauchen
Auch diesen Satz höre ich immer wieder.
„Ich brauche keinen Mann.“
Oder:
„Ich brauche keine Frau.“
Wunderbar.
Vielleicht ist genau das eine hervorragende Voraussetzung.
Denn wer einen Partner nicht braucht, um finanziell abgesichert zu sein, gesellschaftlich anerkannt zu werden oder überhaupt ein eigenständiges Leben führen zu können, kann aus einem ganz anderen Grund eine Beziehung eingehen:
Weil er möchte.
Vielleicht sollten wir deshalb weniger über „brauchen“ sprechen.
Ich brauche keinen Partner, um mein Leben führen zu können.
Aber ich kann mir einen Partner wünschen, weil ich mein Leben gerne mit jemandem teilen möchte.
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Warum der Wunsch nach Partnerschaft manchmal gerade dann stärker wird, wenn das Leben gut ist
Das klingt zunächst paradox.
Aber ich erlebe es häufig.
Menschen kommen nicht unbedingt dann zu mir, wenn alles zusammengebrochen ist.
Manchmal kommen sie gerade dann, wenn vieles gut läuft.
Die Kinder sind selbstständiger.
Beruflich ist eine gewisse Ruhe eingekehrt.
Die Wohnung oder das Haus ist schön.
Finanziell ist das Leben geregelt.
Der Freundeskreis steht.
Man hat gelernt, alleine zu reisen und alleine Entscheidungen zu treffen.
Und plötzlich ist Raum.
Raum für die Frage:
War es das jetzt?
Nicht im negativen Sinne.
Sondern:
Mit wem möchte ich die nächsten zehn, zwanzig oder vielleicht dreißig Jahre verbringen?
Wer sitzt irgendwann neben mir am Frühstückstisch?
Mit wem möchte ich lachen?
Mit wem möchte ich verreisen?
Mit wem möchte ich an einem völlig gewöhnlichen Dienstagabend ein Glas Wein trinken?
Je besser das eigene Leben funktioniert, desto deutlicher kann manchmal werden, was man gerne noch hinzufügen würde.
Nicht als Rettung.
Sondern als Bereicherung.
Partnersuche ab 50: Es geht nicht darum, irgendeinen Menschen zu finden
Und hier beginnt natürlich die Herausforderung.
Denn wer sich ein gutes eigenes Leben aufgebaut hat, möchte dieses Leben nicht für irgendeine Partnerschaft aufgeben.
Das sollte man auch nicht.
Der Wunsch nach Partnerschaft bedeutet nicht, dass jede Beziehung besser ist als das Alleinsein.
Im Gegenteil.
Ich sage seit vielen Jahren:
Lieber gut alleine als schlecht zu zweit.
Aber daraus darf nicht werden:
Lieber gar niemanden kennenlernen, weil es möglicherweise nicht perfekt wird.
Partnersuche bedeutet nicht, sich mit dem Erstbesten zufriedenzugeben.
Sie bedeutet, einem anderen Menschen überhaupt die Möglichkeit zu geben, Teil des eigenen Lebens zu werden.
Vielleicht suchen wir manchmal zu sehr nach dem perfekten Zusatz zu unserem perfekten Leben
Das ist ein Punkt, den ich in meiner Arbeit immer wieder beobachte.
Je länger wir alleine leben, desto genauer wissen wir, wie unser Leben funktioniert.
Und desto genauer entsteht manchmal auch das Bild davon, wie ein Partner hineinpassen müsste.
Er sollte dies mögen.
Sie sollte jenes nicht tun.
Er sollte in der Nähe wohnen.
Sie sollte flexibel sein.
Er sollte sportlich sein.
Sie sollte kulturell interessiert sein.
Er sollte reisen wollen, aber nicht zu viel.
Sie sollte selbstständig sein, aber trotzdem genügend Zeit haben.
Und irgendwann suchen wir keinen Menschen mehr.
Wir suchen das letzte passende Puzzleteil für ein bereits vollständig geplantes Leben.
Aber Menschen sind keine Puzzleteile.
Eine Beziehung verändert immer etwas.
Auch eine gute.
Vielleicht entdecken wir plötzlich ein Restaurant, in das wir alleine niemals gegangen wären.
Vielleicht verbringen wir Wochenenden anders.
Vielleicht lernen wir neue Menschen kennen.
Vielleicht fahren wir an Orte, die wir vorher langweilig fanden.
Vielleicht stellen wir fest, dass ein Mensch uns glücklich macht, obwohl er auf dem Papier gar nicht perfekt in unser bisheriges Leben passt.
Das ist das Risiko der Liebe.
Und gleichzeitig ihre Schönheit.
Muss ich mich vollständig lieben, bevor mich jemand anderes lieben kann?
Auch das ist so ein Satz, den ich schwierig finde.
Natürlich ist Selbstachtung wichtig.
Natürlich sollten wir unsere Grenzen kennen.
Natürlich tut es gut, mit sich selbst einigermaßen im Reinen zu sein.
Aber wer von uns ist das immer?
Müssen wir wirklich erst vollkommen geheilt, vollkommen selbstbewusst, vollkommen zufrieden und vollkommen unabhängig sein, bevor wir eine Beziehung führen dürfen?
Dann dürften vermutlich sehr wenige Menschen eine Partnerschaft eingehen.
Wir alle bringen etwas mit.
Unsicherheiten.
Erfahrungen.
Enttäuschungen.
Eigenheiten.
Vielleicht ein paar Kilo, die wir gerne verlieren würden.
Vielleicht Falten.
Vielleicht eine Scheidung.
Vielleicht Trauer.
Vielleicht Angst.
Vielleicht ein Leben, das nicht genauso verlaufen ist, wie wir es uns mit 30 vorgestellt hatten.
Ein passender Partner begegnet keinem perfekten Menschen.
Er begegnet einem echten Menschen.
Warum wünsche ich mir einen Partner, obwohl ich alleine glücklich bin?
Vielleicht sind Sie genau mit dieser Frage auf diesen Artikel gestoßen.
Dann ist meine Antwort:
Weil das eine das andere nicht ausschließt.
Sie dürfen alleine glücklich sein und sich nach Nähe sehnen.
Sie dürfen unabhängig sein und sich Verbundenheit wünschen.
Sie dürfen Ihre Freiheit lieben und trotzdem jemanden vermissen.
Sie dürfen gerne alleine reisen und sich wünschen, die nächste Reise zu zweit zu machen.
Sie dürfen Ihre Wohnung lieben und trotzdem darüber nachdenken, irgendwann wieder mit jemandem aufzuwachen.
Sie dürfen stolz darauf sein, was Sie alleine geschafft haben, und trotzdem sagen:
„Ich möchte mein Leben wieder mit jemandem teilen.“
Das ist kein Widerspruch.
Bin ich mit 50 oder 60 überhaupt noch für eine Beziehung gemacht?
Ja.
Aber möglicherweise für eine andere Beziehung als früher.
Das halte ich sogar für eine große Chance der Partnersuche in der zweiten Lebenshälfte.
Wir müssen nicht mehr alles miteinander machen.
Wir müssen nicht mehr dieselben Vorstellungen haben wie mit 30.
Wir dürfen verhandeln.
Wie viel Nähe brauche ich?
Wie viel Freiheit brauche ich?
Möchten wir zusammenwohnen?
Wie wichtig sind gemeinsame Reisen?
Welche Rolle spielen Kinder und Enkel?
Wie gehen wir mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten um?
Wie viel Zeit verbringen wir miteinander?
All diese Fragen sind kein Zeichen dafür, dass eine Beziehung kompliziert ist.
Sie sind ein Zeichen dafür, dass zwei erwachsene Menschen versuchen, zwei bereits bestehende Leben miteinander zu verbinden.
Wie finde ich einen Partner, wenn mein Leben eigentlich schon voll ist?
Vielleicht nicht, indem Sie Ihr gesamtes Leben umkrempeln.
Sondern indem Sie eine Tür öffnen.
Ein Treffen.
Ein Kaffee.
Ein Spaziergang.
Ein Abendessen.
Ein Gespräch.
Mehr muss am Anfang überhaupt nicht passieren.
Sie müssen nicht beim ersten Kennenlernen wissen, ob Sie mit diesem Menschen in fünf Jahren zusammenleben möchten.
Sie müssen auch nicht sofort wissen, ob es die große Liebe wird.
Sie müssen nur herausfinden:
Möchte ich diesen Menschen ein zweites Mal sehen?
Das reicht.
Und beim zweiten Treffen stellt sich dieselbe Frage noch einmal.
So entsteht Beziehung.
Nicht als fertige Entscheidung.
Sondern durch Begegnung.
Ein erfülltes Leben ist kein Grund, auf Liebe zu verzichten
Nach über 33 Jahren in der persönlichen Partnervermittlung habe ich sehr viele Menschen kennengelernt, die alleine hervorragend zurechtkamen.
Starke Frauen.
Selbstständige Männer.
Menschen mit interessanten Berufen, wunderbaren Familien, guten Freunden und einem vollen Leben.
Und ich habe erlebt, wie sich dieses Leben durch eine neue Partnerschaft verändert hat.
Nicht, weil vorher alles schlecht war.
Sondern weil etwas hinzugekommen ist.
Nähe.
Gemeinsamkeit.
Zärtlichkeit.
Vertrautheit.
Ein Mensch.
Vielleicht ist genau das der Gedanke, den ich Ihnen mitgeben möchte:
Ein Partner muss Ihr Leben nicht retten.
Er muss es nicht vollständig machen.
Und er muss auch keine Lücke schließen.
Vielleicht darf er einfach etwas hinzufügen.
Häufige Fragen: Glücklich allein und trotzdem Wunsch nach Partnerschaft
Kann man als Single glücklich sein und sich trotzdem einen Partner wünschen?
Ja. Ein erfülltes Singleleben und der Wunsch nach einer Partnerschaft schließen sich nicht aus. Selbstständigkeit bedeutet, das eigene Leben alleine führen zu können. Sie bedeutet nicht, auf Nähe, Liebe oder eine Partnerschaft verzichten zu müssen.
Warum vermisse ich einen Partner, obwohl ich Freunde und Familie habe?
Freundschaften und familiäre Beziehungen können sehr eng und wertvoll sein. Eine Liebesbeziehung beinhaltet für viele Menschen jedoch zusätzliche Formen von Nähe, Intimität, Zärtlichkeit, Sexualität und gemeinsamem Alltag. Deshalb kann ein Mensch sozial gut eingebunden sein und trotzdem eine Partnerschaft vermissen.
Ist der Wunsch nach einem Partner ein Zeichen von Einsamkeit?
Nicht zwangsläufig. Manche Menschen fühlen sich einsam und wünschen sich deshalb eine Partnerschaft. Andere führen ein zufriedenes, aktives Leben und wünschen sich trotzdem einen Menschen an ihrer Seite. Der Wunsch nach Partnerschaft ist nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass im eigenen Leben grundsätzlich etwas nicht stimmt.
Ist Partnersuche ab 50 oder 60 schwieriger?
Die Partnersuche verändert sich mit dem Alter. Viele Menschen bringen ab 50 oder 60 bereits ein festes Leben, Kinder, Freundschaften, berufliche Verpflichtungen, Wohnorte und Gewohnheiten mit. Gleichzeitig kennen sie sich häufig besser und wissen genauer, welche Werte ihnen in einer Beziehung wichtig sind. Entscheidend ist deshalb weniger das Alter als die Bereitschaft, einem neuen Menschen tatsächlich Raum im eigenen Leben zu geben.
Muss man erst alleine glücklich sein, bevor man einen neuen Partner sucht?
Es ist hilfreich, nicht die gesamte Verantwortung für das eigene Glück auf einen Partner zu übertragen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man vollkommen zufrieden, frei von Ängsten oder vollständig „mit sich im Reinen“ sein muss, bevor man sich verlieben darf. Menschen gehen Beziehungen nicht als perfekte Wesen ein, sondern mit ihrer Geschichte und ihren Erfahrungen.
Wie kann eine neue Partnerschaft ab 50 aussehen?
Eine Partnerschaft in der zweiten Lebenshälfte muss nicht nach klassischen Vorstellungen funktionieren. Manche Paare ziehen zusammen, andere behalten bewusst zwei Wohnungen. Einige verbringen fast jeden Tag miteinander, andere genießen neben der Beziehung weiterhin viel Eigenständigkeit. Entscheidend ist, ein Modell zu finden, das für beide Menschen passt.
Wie lerne ich mit über 50 einen neuen Partner kennen?
Neue Begegnungen können im Alltag, über Freunde, gemeinsame Interessen, Reisen, Veranstaltungen, Online-Dating oder eine persönliche Partnervermittlung entstehen. Wichtig ist vor allem, Begegnungen zuzulassen und einen Menschen nicht ausschließlich anhand einer langen Liste von Kriterien zu beurteilen.
Persönliche Partnersuche in Köln, Bonn, Düsseldorf und Aachen
Vielleicht haben Sie beim Lesen gedacht:
Genau so geht es mir.
Mein Leben ist gut.
Ich bin nicht verzweifelt.
Ich möchte nicht irgendeinen Partner.
Aber ich würde mich freuen, wieder einen Menschen an meiner Seite zu haben.
Genau mit solchen Menschen arbeiten wir bei Wir 2 Partnertreff seit 1993.
Bei unserer persönlichen Partnervermittlung in Köln, Bonn, Düsseldorf, Aachen und Umgebung geht es nicht darum, möglichst viele Kontakte zu produzieren. Es geht darum, Menschen persönlich kennenzulernen und zu überlegen, wer wirklich zueinander passen könnte.
Gerade für Singles ab 50, 60 oder 70, die keine Lust auf anonyme Profile, endloses Schreiben oder die schnelle Auswahl nach Fotos haben, kann eine klassische persönliche Partnervermittlung eine Alternative sein.
Denn vielleicht suchen Sie keinen Menschen, der Ihr Leben komplett verändert.
Vielleicht suchen Sie jemanden, mit dem Sie das gute Leben, das Sie längst haben, teilen möchten.
Und vielleicht ist das sogar eine der schönsten Voraussetzungen für eine neue Liebe.
Sie brauchen keinen Partner, um ein vollständiger Mensch zu sein.
Aber Sie dürfen sich einen wünschen.
Und Sie dürfen sich auf die Suche machen.
Nicht weil Ihr Leben ohne ihn nicht gut genug wäre.
Sondern weil ein gutes Leben zu zweit vielleicht noch einmal ganz anders schön sein kann.
