Von rosa Plüschohren und der Suche nach dem Wunschpartner

Die besten Tipps zur erfolgreichen Partnersuche

 

 

 

Vorsicht Falle! Fotos & Social Media

 

Bitte kein Foto mit Hasenohren!

Fotos – schnell gemacht, schnell verschickt. Das ist gut gemeint, leider aber oft der erste Schritt zum Ausstieg. Denn in Zeiten vom unbarmherzigen Tinder Wisch-und-weg sind Sie schneller durchs optische Raster gefallen, als Sie blinzeln können. Schade, um Ihr umwerfendes Lächeln, Ihren Humor und das süße Grübchen im Kinn! Es wird niemand sehen. Es sei denn, Sie behalten das Karnevalsfoto mit dem lustigen Ringel-T-Shirt und dem aufgemalten Clownsmund für sich, bis Sie den Mann oder die Frau live von Ihrem humorvollen Charakter überzeugt haben...

Aber beginnen wir von vorn – mit meinen Erfahrungen aus der Praxis. Häufig habe ich leicht hysterische Kunden am Telefon. Ich höre es schon am Tonfall. Sie haben gegoogelt. Sind auf Fotos gestoßen. Haben sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild gemacht. „Frau Janssen“, tönt es am anderen Ende, „wie können Sie mir das antun: Diese Frau, dieser Mann ist ein Albtraum!“ Ich reagiere abwartend: „Was ist passiert? Haben Sie sich getroffen, passt es nicht?“ Kurzes Stutzen, dann weiter: „Nein, nein, dazu ist es gar nicht gekommen. Ich habe das Foto auf WhatsApp gesehen, das hat mir gereicht. Das geht ja gar nicht!“

Neugierig geworden, habe ich irgendwann angefangen, mir die Fotos meiner Kunden auf Facebook, Instagram, Xing oder WhatsApp anzuschauen: erst erstaunt, dann amüsiert, zuweilen schockiert.

Da steht der durch und durch sympathische 50-jährige Ingenieur aus Köln mit dem Malerpinsel in forstgrüner Arbeitslatzhose auf der Leiter und blickt durch dicke Brillengläser in die Kamera. Die Wände kahl, abgerissene Tapeten am Boden, kein Bild an der Wand, keine Möbel. Was soll mir, bzw. allen potentiell zukünftigen Liebsten aus unserem Kundenpool dieses Foto sagen? Schon wieder umgezogen? Das Leben ist eine Baustelle? Hier steht ein Heimwerker mit Passion?

Dabei ist der Kölner Ingenieur ein interessanter Typ: ein Mann, viel zu früh verwitwet, gebildet, charmant und wortgewandt. Ein Philosoph mit zwei linken Händen, der bei einem Umzug von Freunden einmal zeigen wollte, dass auch er mit anpacken kann. Dass das nicht seiner eigentlichen Profession entspricht, spiegelt sein Gesichtsausdruck allerdings in aller Deutlichkeit wieder. Mit der Fotokulisse also hatte er nichts zu tun, er half nur bei den Renovierungsarbeiten.

Ich versuchte ihm zu erklären, warum mir dieses Foto ungeeignet erschien, Frauen anzusprechen, die sich ihn als Mann an ihrer Seite wünschen. Dass ein Bild immer auch etwas wiedergeben sollte von der eigenen Persönlichkeit und vor allem die Vorzüge der eigenen Person in den Vordergrund stellen. Kennen Sie Peter Lustig, aus der Kinderserie „Löwenzahn“, der mit Nickelbrille und Jeanslatzhose in seinem Wohnwagen werkelt? Genau so sah mein Ingenieur auf dem Foto aus. Nur dass der Wohnwagen im Hintergrund der TV-Serie Behaglichkeit ausstrahlte im Gegensatz zu der renovierungsbedürftigen Hütte, die hier im Vordergrund stand. Kurz und gut: Gleich drei Damen hatten, für ihn vollkommen unverständlich, einem ersten Treffen gar nicht erst zugestimmt. Erst nach einem einstündigen Telefonat konnte ich mit meinen Argumenten zu meinem Peter Lustig durchdringen und er – noch immer nicht ganz überzeugt – löschte tatsächlich sein Foto auf WhatsApp. Was aus ihm geworden ist? Ich weiß nur so viel: Ein neuer Partnervorschlag, eine Dame im gleichen Alter, belesene Archivarin und sehr attraktiv, fand sein neues WhatsApp-Foto mit einem romantischen roten Mohnfeld so verlockend, dass sich beide trafen und ich nichts mehr von ihnen gehört habe. In meinem Job nicht das schlechteste Zeichen.

Leider spielt bei der Partnersuche das Austauschen von Fotos vor dem ersten Treffen eine übergeordnete Rolle. Im Zeitalter von Tinder, Facebook, Instagram & Co sind Bilder der Hauptgewinn. Optik, so scheint es, ist alles. Und Frau oder Mann sollten neben einem einwandfreien Charakter, Charme und Geld vor allem ein blendendes Aussehen mitbringen – quasi Modelqualitäten haben. Dabei wünsche ich mir bei der Bitte um Zusendung eines ersten Fotos nicht selten die durchdringende Stimme von Heidi Klum im Hintergrund, die sagt: „Ich habe heute leider kein Foto für dich!“ Die Rückkehr zu längst vergangenen Zeiten ohne Social Media wäre hier kein Rück-, sondern ein eindeutiger Fortschritt, der die Partnersuche um vieles einfacher und leichter machen würde. Früher haben meine Kunden kurz miteinander telefoniert und sich dann relativ zügig getroffen. Bingo! Das Bewerten (in vielen Fällen ja leider auch Abwerten) per Fotos gab es damals nicht.

Doch schauen wir uns ein zweites Beispiel an: eine seriöse, sehr herzlich wirkende Studiendirektorin. Die 60-jährige posiert in sandfarbenen Gesundheitssandalen mit passenden weißen Socken und Shorts, die definitiv zu viel Bein zeigen, vor einem Tempel in Thailand. In ihr ergrautes Haar hat sie einen rosafarbenen Haarreif mit Häschenohren gesteckt. Auch hier die Frage: Was erzählt das Bild über sie als Frau? Macht gern Fernreisen? Ist eine Hasenliebhaberin? Steht auf Pink? Oder schlimmer: Hier bei mir ist immer Karneval?

Die Studiendirektorin fand das Foto witzig und konnte meine Bedenken nicht verstehen. Was ist daran falsch?“, fragte sie, „es zeigt doch meine ungezwungene Art und meinen Humor. Ich bin eben ein fröhlicher Mensch.“ Es war nicht leicht, ihr zu erklären, dass Hasenohren auf Profilbildern zwar lustig aussehen, aber als erstes verschicktes Foto vielleicht ungewollt einen ganz falschen Eindruck hinterlassen. Ich versuchte ihr deutlich zu machen, dass ein Mann nicht auf den ersten Blick erkennen könne, dass hier eine bezaubernde, intelligente und liebevolle Frau auf ihn wartet. Von ihrem ausgeprägten Humor einmal abgesehen.

Fazit der Geschichte: Der von uns vorgeschlagene Mann, der in vielen Eigenschaften, in Alter und Erwartungshaltung blendend zu ihr gepasst hätte, empfand das Foto als wirr und wollte sie auf keinen Fall treffen und kennenlernen. Auch die nächsten fünf Herren winkten dankend ab, nachdem sie das Hasenohren-Motiv gesehen hatten.

Was, so frage ich mich in meinem Job häufig, reitet Menschen, sich auf Social Media-Plattformen, also in der Öffentlichkeit des Internets derart bloßzustellen oder unvorteilhaft zu präsentieren – in bizarren Posen, räkelnd auf der Hollywoodschaukel, jätend im Gemüsebeet oder beim Umtrunk in feucht-fröhlicher Partylaune.

Noch wichtiger aber erscheint mir an dieser Stelle die Frage: Haben Sie als Partnersuchende oder Partnersuchender schon einmal darüber nachgedacht, wie dieser erste Eindruck auf die vermeintliche Traumfrau oder den coolen Kerl, der vielleicht auf Sie wartet, wirkt? Drückt der launige Schnappschuss Ihre Persönlichkeit aus? Was schließt jemand aus dem Foto, der Sie nicht kennt? Welches Bild vermitteln Sie mit diesem Ausschnitt Ihres Lebens, der Wahl von Lieblingsmütze oder Kussmund-Pose? Das sind wichtige Überlegungen, denen Sie sich unbedingt stellen sollten. Kritisch, genau, ehrlich.

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Dieser Satz gilt auch für all jene, die sich den Partner oder die Partnerin fürs Leben wünschen. Statt aber auf Ihren authentischen Charme, das echte Lächeln, die anziehende Stimme oder Ihren frechen Witz zu setzen, den Sie bei einem tatsächlichen Treffen zeigen können, lassen Sie stattdessen lieber ein verwackeltes Foto sprechen. Keine gute Idee!

Meine Erfahrung

Auch wenn in Zeiten von Online-Börsen und Portalen die Forderung nach einem Foto die natürlichste Sache der Welt zu sein scheint, rate ich entschieden davon ab, gleich im ersten Schritt Fotos auszutauschen. Warum? Meine Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt, Partner nicht auf den ersten Klick oder Blick auszusortieren. Sie könnten etwas viel Wichtigeres verpassen: Charme und Witz, Intelligenz und Charisma des Menschen hinter dem Bild.

Mein Tipp

Solange Sie die Frau oder den Mann fürs Leben suchen, löschen Sie WhatsApp und am besten auch Facebook oder Instagram. Sie können WhatsApp und Facebook auch so einstellen, dass nur bestätigte Kontakte Zugriff auf Ihre persönlichen Daten haben. Geben Sie nicht so viele Informationen im Vorfeld preis. Heute taugt fast jedes Detail als Abwahlkriterium, um Sie beim anderen abblitzen zu lassen, bevor Sie wirklich zeigen konnten, wer Sie sind.

Und: Bitte verzichten Sie darauf, Ihren Hund, Ihre Katze, Ihre Füße, den Buddha aus dem Bad, Ihre Kinder oder den Ex-Partner hochzuladen – alles schon passiert. Nehmen Sie die Partnersuche ernst und strengen Sie sich an! Wenn Sie, obwohl es ein Riesenfehler wäre, nicht auf mich hören und Fotos austauschen möchten, dann machen Sie sich bitte die Mühe und stellen ein schönes Foto von sich ein. Bedenken Sie, der oder die andere kennt Sie nicht. Sie haben nur diesen minikleinen Moment, um zu überzeugen. Nutzen Sie ihn mit einem Foto, das Sie so sympathisch, attraktiv und herzlich wie möglich zeigt. Stellen Sie sich vor, Sie sähen Ihr Bild zum ersten Mal. Möchten Sie sich selbst kennenlernen? Das wäre ein guter erster Hinweis für ein geeignetes Bild. Und ein letzter Tipp: Lächeln Sie! Es gibt wohl kaum etwas, dass Menschen auf Fotos besser aussehen lässt J!


Wie Online-Portale unsere Wahrnehmung verändern & falsche Erwartungen wecken

Wisch und weg!

Natürlich suggerieren die neuen Medien mit ihrem schier überbordenden Angebot die absolute Verfügbarkeit potentieller Partner und Partnerinnen. Alle 11 Sekunden verlieben sich Menschen angeblich schon allein durchs online Bilder klicken, scannen hunderte Fotos mit einem Wisch, beurteilen, sortieren, verwerfen in Sekundenbruchteilen mit einem Fingerstreich nach rechts oder links: zu hässlich, zu dünn, zu dick, die Haare zu kurz, zu lang, zu blond oder zu licht, die Frisur spießig, der Bart ungepflegt, zu viele Tattoos, igitt, ein dicker Bauch …  Und so geht es weiter.

Mit all diesen Online-Angeboten wird uns suggeriert, dass wir nach Eingabe unserer Daten und Wünsche auf einen Button klicken und Mister oder Mrs. Right wird ausgespuckt. Jetzt müssen wir uns nur noch für die oder den Attraktivsten entscheiden. Wie groß ist dann die Enttäuschung, wenn sich der wahre Mensch dahinter in der Wirklichkeit als ein völlig anderer entpuppt. Weil das eingestellte Bild etliche Jahre alt ist, statt groß und schlank die Figur doch eher ins Pummelige spielt oder sich die Großzügigkeit schon beim ersten gemeinsamen Kaffee, den er sich bezahlen lässt, als reine Wunschvorstellung entpuppt. Spätestens dann, ist der Frust groß und die Partnersuche erst einmal Geschichte.

In meiner Arbeit mit Menschen, die die große Liebe suchen, staune ich immer wieder, wie sehr Erwartungen das Verhalten meiner Kunden bestimmen, ja, einschränken. Wie gering die Akzeptanz und wie exakt die Vorstellung von ihm oder ihr sind. Abweichungen vom Idealbild führen zur sofortigen Abwahl.

Da ist die alleinerziehende Ärztin mit einem Teenager, die den attraktiven Manager ablehnt, weil sich auf dem Foto schon die ersten lichten Stellen auf seinem Kopf andeuten. Auch der sympathische und erfolgreiche Jurist mit dem leichten Rotstich im Haar findet keine Gnade unter den sezierenden Blicken der 50-Jährigen: Ein Rothaariger als Partner? Undenkbar! Dabei ergänzen sich Lebenseinstellung, Bildung und Interessen hervorragend. Trotzdem kann sich die Medizinerin am Ende nicht dazu entschließen, sich mit diesen Männern zu treffen. „Da bleibe ich doch lieber allein!“, lautet ihr Kommentar. Wahrscheinlich ist sie es bis heute.

Beurteilen, das erlebe ich täglich, ist zum Volkssport geworden. Etwas, dass nicht nur das ganze Leben, auch den Bereich der Partnersuche extrem beeinflusst. Und das vor allem negativ. Die Wahrnehmung verändert sich, wird selektiv, die Erwartungen an potentielle Partner oder Partnerinnen steigen ins Unermessliche.

Das Ganze hat System. Täglich werden wir von Suchmaschinen oder beim  Online-Shopping aufgefordert Sterne zu vergeben. Und, mal Hand aufs Herz, kaufen Sie ein Produkt, das nur zwei Sterne hat? Ich lese noch nicht mal mehr die Rezensionen und bin schon beim nächsten Artikel. Nimmt man sich aber die Zeit und liest, warum etwas schlecht bewertet wurde, kann man nur staunen: Ein Kokosnussöl, das nach Kokosnussöl riecht und deshalb nur zwei von fünf Sternen erhält? Daumen runter! Setzen! Sechs! So sieht es aus. Wir registrieren die mickrige Bewertung und klicken weiter. Genauso ergeht es auch den Fotos, die ohne viel Nachzudenken schnell verschickt sind. Eine Millisekunde, ein Blick – falsche Pulloverfarbe, schiefes Lächeln, viel zu normal – und raus bist du! Es warten ja genug andere.

Gerade Online-Partnerbörsen unterstützen unsere Vorstellung, die Auswahl unter 100.000, ja sogar Millionen von Singles zu haben. Warum sich also mit einem Kompromiss zufriedengeben, auch wenn er noch so klein ist? Denn oft, das ist meine Erfahrung, reichen schon winzige, teils absurde Details, um den gemeinsamen Weg ins Glück zu vereiteln: die fehlende Liebe zu Katze oder Meerschweinchen, die Kreuzfahrtlinie, die nicht die eigene Wahl wäre, die Vorliebe für Pasta statt Sushi oder die zwei Zentimeter, die zum Gardemaß fehlen.

Sehr oft wünsche ich mir dann, ich könnte den Reset-Knopf im Kopf meiner Kunden drücken und ihre Festplatte löschen, jedenfalls, wenn es um die Partnersuche geht. So zum Beispiel bei der Akademikerin aus Düsseldorf, die mit 72 Jahren einen neuen Partner suchte. Selbst knappe 168 cm groß lehnte sie die Begegnung mit dem ihr vorgeschlagenen Mann rigoros ab. Begründung: seine Größe von nur 178 cm. Unter 1 Meter 80, so ließ sie mich wissen, liefe da gar nichts. Sie lachen? Leider sind solche Erfahrungen in meiner Praxis keine exotischen Einzelfälle.

Nicht immer aber bin ich dann so schnell mit Fakten zur Hand wie in diesem Fall: Wissen Sie wie groß Silvester Stallone ist, fragte ich meine Kundin und löste auf: 177 cm. Und Johnny Depp? Mit 178 gerade mal einen knappen Zentimeter größer. Ganz zu schweigen von Tom Cruise, der nur 170 Zentimeter misst. Vielleicht hat der ein oder andere sogar noch etwas dazu gemogelt bei der Längenangabe. Fakt ist doch: Die Attraktivität von Männern hängt so wenig von ihrem Gardemaß ab wie die Schnelligkeit eines Autos von seiner Lackierung. Also: Lieber lebenslang Single als ein Mann, der zu klein, eine Frau, die zu groß ist? Was für eine selbst auferlegte Beschränkung! 

Die Frage, die ich mir und meinen Kunden dann manchmal stelle, lautet: Hätte Meghan ihren Prinz Harry bei Tinder weggewischt oder Kate den angehenden englischen Thronfolger Wilhelm in den Orbit geschossen statt ihn zu treffen und kennenzulernen? Was hat den Ausschlag gegeben für ihre große royale Liebe? Ein Foto, ein Online-Chat? Sicher nicht.

Was also wird bei Ihnen den Ausschlag geben oder anders gefragt: Wie realistisch, festgezurrt und unüberbrückbar sind Ihre Vorstellungen vom zukünftigen Partner, der zukünftigen Lieblingsfrau? Natürlich: Die Frauen und Männer die im TV „jetzt auch partnerchippen“, sehen allesamt blendend aus, wirken jung, erotisch und anziehend. Das, so redet uns die Werbung ein, sind die Männer und Frauen, die wie Sie auf der Suche nach der ganz großen Liebe sind. Aber, mal ehrlich: Sind das wirklich die Menschen, die Sie in der U-Bahn treffen, im Büro, bei Real an der Käsetheke? Ist das der Pool an Partnern und Partnerinnen, der auf Sie wartet? Glauben Sie mir: Niemand dieser gut bezahlten Models wartet auf Sie an der Straßenecke oder bei Ihrem Lieblingsitaliener. Stattdessen sind es normale, liebenswerte Menschen wie Sie und ich. Mit kleinen Fehlern und umwerfendem Charme, mit zu kurzen Beinen, aber einem Riesenherzen. Frauen und Männer mit einzigartigen Merkmalen und Besonderheiten, die wunderbar und unverwechselbar sind. Genau das macht das Leben und das Lieben so bunt, so reizvoll, so aufregend wertvoll. Hier regiert eben nicht die Norm, sondern die Individualität. Hier geht es nicht um plakative Gleichheit, sondern um originelle Einzigartigkeit. Menschen zum Lieben passen in keine Schablone, weil sie sind wie und wer sie sind. Und das ist gut so!

Meine Erfahrung

Echtzeit schlägt Online, die reale die virtuelle Welt in allen Belangen. Das bedeutet aber auch: Die große Liebe ist nicht mit einem Klick zu haben. Partnersuche braucht Zeit, Geduld und den Willen, ein Risiko einzugehen: Unbekannten eine Chance zu geben und sich in die aufregende Situation zu begeben, einen bis dato fremden Menschen real kennenzulernen, bedeutet Top oder Flop. Natürlich kann es auch danebengehen. Aber dann werden die Karten neu gemischt, und es herrscht Klarheit. Ein unschlagbarer Vorteil vor allzu langem Hin- und Herschicken von Nachrichten und Fotos. Und noch ein Aspekt erscheint mir bedenkenswert: Wer sich schon die halbe Lebensgeschichte erzählt hat, meint sich gut zu kennen. Oft ein Irrtum! Oberflächlich wissen Sie viel, finden aber im Zweifelsfall beim ersten wirklichen Date dann doch einen ganz anderen Menschen, als den oder die Erwartete vor.

Mein Tipp

Statt auf langwierige Vorgespräche oder einen ausufernden Chat-Austausch zu setzen, bei dem Sie möglichst im Vorfeld schon ausgiebig die Schere im Kopf benutzen und Informationen einfordern, um sich abzusichern: Lassen Sie sich auf ein Treffen ein! Nichts ersetzt die persönliche Begegnung. Wie er die Teetasse hält, sie die Beine übereinanderschlägt, wie er höflich ihren Stuhl an den Tisch rückt oder sie einfach zuckersüß lächelt, erfahren Sie nicht virtuell, sondern nur in Echtzeit in der persönlichen Begegnung.

Und: Lassen Sie sich nicht von allzu unrealistischen Idealen leiten. Bleiben Sie offen und geben Sie auch Rothaarigen und Männern unter 180 cm eine Chance ;-). Es könnte sich lohnen!